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„PERFEKTES SEHEN IST ENORM WICHTIG“

„PERFEKTES SEHEN IST ENORM WICHTIG“

Wenn die Kadetten Schaffhausen am Samstag gegen Pfadi Winterthur gewinnen, spielen Sie auch nächste Saison in der Champions League. Dann mit dabei ist womöglich auch Jonas Schelker. Der 18-Jährige, den wir mit einer Patenschaft der Schweizer Sporthilfe unterstützen, gehört zu den grössten Talenten seines Jahrgangs. Erfahren Sie im Interview mehr über den jungen Handballer.

Ein grosses Talent sei er, urteilt Peter Kukucka über Jonas Schelker. Kukucka, einst genialer Spielmacher, heute Trainer der Kadetten Schaffhausen. Schelker, talentierter Spielmacher, heute Spieler der Espoirs, dem NLB-Team der Kadetten. „Er hat eine natürliche Sprungkraft mit einem guten Schuss. Zudem ist er zielstrebig und arbeitet hart“, sagt Kukucka, der den 17 Jahre jüngeren Schelker bereits im Nachwuchs trainierte. Mittlerweile hat der 18-jährige Beringer die erste komplette NLB-Saison hinter. Schelker soll Schritt für Schritt an das NLA-Team herangeführt werden, in der nächsten Saison die Vorbereitung mitbestreiten und möglichst viel Profiluft schnuppern. „Jonas Schelker ist ein Talent mit interessanten Anlagen: Er ist Regisseur und Realisator in einem“, sagt Kadetten-Präsident Giorgio Behr. Und auch Manager Gabor Vass ist voll des Lobes: „Er ist spielerisch überraschend weit für sein Alter“. Schelker, der mit dem Handball vor sechs Jahren bei den Pfader Neuhausen begann, habe überdurchschnittlich gute Grundvoraussetzungen für eine Profikarriere, sagt Vass und geht sogar noch einen Schritt weiter: „Er hat das Potenzial, in die Fussstapfen von Andy Schmid zu treten.“ Vielleicht begegnet Schelker ebendiesem Schmid, aktuell bester Spieler der Deutschen Bundesliga, schon nächste Saison in der Champions League. Doch zuerst müssen sich die Kadetten den Meistertitel sichern, dass sie nächste Saison überhaupt in der Königsklasse spielen können.

 

Jonas Schelker, am Sonntag beginnen die Play-off-Finals um den Schweizer Meistertitel. Aktuell sind Sie noch nicht Teil des Teams, sondern „nur“ Zuschauer. Wie schätzen Sie diese Serie ein?

Schelker: Es wird für uns bestimmt kein Selbstläufer. Alle sind gegen die Kadetten immer doppelt motiviert, darum werden die Partien nicht so einfach, wie vielleicht viele denken. Aber ich bin mir sicher, dass die Kadetten am Ende den Meistertitel holen werden.

 

Sie haben unter dem aktuellen NLA-Coach, Peter Kukucka, bereits in der U19 trainiert. Wie Sie war auch er Spielmacher. Wie können Sie von ihm profitieren?

Schelker: Er ist ein unglaublicher Handballer, von dem ich schon sehr viel lernen konnte. Er kann die Reaktionen der Verteidiger auf jede Aktion des Angreifers voraussagen und hat ein sehr gutes Gespür für Feinheiten, die den Unterschied ausmachen können.

Sie spielen seit sechs Jahren Handball. Wie ist es dazu gekommen?

Schelker: In der 6. Klasse hat mich ein Kollege in ein Training bei den Pfader Neuhausen mitgenommen. Mir hat es gefallen und ich habe auch bald gemerkt, dass ich darin gar nicht mal so schlecht war. Also habe ich weitergemacht und bin 2014 zu den Kadetten gewechselt. Das war schon ein super Gefühl, als ich das erste Mal in der BBC Arena spielen durfte,

Mittlerweile haben Sie die erste NLB-Saison hinter sich und sind eine feste Grösse im U21-Nationalteam. Was zeichnet Sie als Spielmacher aus?

Schelker: Ich bin ziemlich schnell. Gut, das muss ich ja, weil ich für einen Handballer ziemlich klein bin (lacht). Zudem bin ich torgefährlich und mein Zusammenspiel mit dem Kreis ist ziemlich gut. Für die Zukunft muss ich aber noch an meiner Übersicht arbeiten und auch in schwierigen Situationen versuchen, die Ruhe bewahren. Das Entscheidungsverhalten ist das Wichtigste auf meiner Position überhaupt.

Wer ist Ihr Vorbild?

Schelker: Es gibt einige Handballer, bei denen ich etwas bewundere oder versuche, abzuschauen. Aber Andy Schmid, der Regisseur der Rhein-Neckar-Löwen und der Schweizer Nationalmannschaft, ist mein grösstes Idol.

Apropos Nationalteam. Was bedeuten Ihnen die Einsätze im Schweizer Dress?

Schelker: Für mich war es ein unglaublicher Moment, als ich im 2015 das erste Aufgebot für das Nationalteam erhalten habe. Und die anschliessende Teilnahme an der Jugendolympiade war das beste Erlebnis meiner bisherigen Karriere. Im Nationalteam ist halt jedes Training wie ein Spiel, man muss sich immer beweisen und dem Trainer aufdrängen. Entsprechend bin ich jeweils auch etwas nervöser als im Club. Ich bin schon stolz, das Schweizer Kreuz tragen zu dürfen.

Wie sehen ihre nächsten Zielsetzungen aus?

Schelker: Ich möchte den Schritt ins NLA-Team der Kadetten schaffen und Handballprofi werden.

Im Moment arbeiten Sie aber noch zu 100 Prozent. Sie absolvieren eine Lehre als Bankkaufmann. Wie funktioniert Sport und Beruf nebeneinander?

Schelker: Das ist nicht ganz einfach. Ich trainiere jeden Tag und spiele an den Wochenenden. Wenn ein Nationalmannschafts-Zusammenzug ansteht, bin ich zusätzlich absorbiert. Zum Glück habe ich einen super Arbeitgeber, der mich unterstützt und flexibel ist.

In diesem Jahr werden Sie finanziell durch eine Sportler-Patenschaft von Swiss Olympic unterstützt. Ihr Pate ist die Roost Augenoptik AG. Was verbindet Sie mit der Optik?

Schelker: Perfektes Sehen gehört gerade auf meiner Position zu den wichtigsten Voraussetzungen, erfolgreich zu sein. Wenn man zulange braucht, um mit den Augen mitzukommen, ist der Ball längst weg. Die Passentscheidungen werden über Blickkontakt gefällt. Man sollte nie spielen, ohne den Mitspieler zu sehen. Im Moment sind meine Augen noch gut, abgesehen von einer kleinen Farbenschwäche. Aber diese ist nicht so dramatisch, dass ich die Trikots verwechseln würde…

 

JONAS SCHELKER

Aufgewachsen in Beringen

Geburtsdatum 09.04.1999

Grösse 184cm

Gewicht 74 kg

Position Spielmacher

Bisherige Vereine Kadetten Schaffhausen (U17, Espoirs, seit 2014),
Pfader Neuhausen (2011-2014)

Grösster Erfolg Schweizer Meister U17 (2016)